GIST (Gastrointestinale Stroma Tumoren) und viszerale Sarkome

Chirurgie GIST im multimodalen Therapiekonzept

Resektionsausmaß bei primären GIST

Das Therapieziel ist eine R0-Resektion mit intakter Pseudokapsel ohne intraoperative Tumorruptur. Eine lokale Exzision mit einem Sicherheitsabstand von 1-2 cm ist onkologisch adaequat. Eine Lymphadenektomie ist onkologisch unnötig. unter Lymphadenenktomie versteht man die Entfernung der Lymphknoten im lokoregionalen Abstromgebiet eines Tumors. Bei Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) ist eine Lymphadenektomie nicht erforderlich, da GIST in der Regel keine Lymphknotenmetastasen aufweisen. Dennoch ist eine sorgfältige Erkundung des gesamten Bauchraumes zur Entdeckung weiterer Herde im Bauchfell oder in der Leber im Rahmen der Operation unabdingbar. In Abhängigkeit von ihrem Risikoprofil (Klassifikation nach Fletcher oder aktuell Mietinnen) metastasieren GIST in das Bauchfell und die Leber. In der unten dargestellten Abbildung sehen Sie einen seltenen GIST des Jejunums (oberer Anteil des Dünndarms). Wesentlich häufiger als GIST des Dünndarms finden wir GIST des Magens. Weitere Lokalisationen, die ebenfalls sehr selten angetroffen werden, sind z. B. GIST des Rectums oder des Colons.(J. NCCN 2009 Guidelines, ESMO 2009 Guidelines)

Für Ärzte

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